Ausbildung

VORSCHULBILDUNG

Die Vorschulbildung in Österreich ist nicht zwingend. Das österreichische Vorschulbildungssystem umfasst Kinderkrippen für Kinder bis 3 Jahre, und Kindergärten für ältere Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. In den meisten Fällen verbringen Kinder in den Kindergärten einfach Zeit, die Alphabetisierung ist nicht vorgesehen.

Die Vorschuleinrichtungen können privat und öffentlich sein.

Hinweis: für Kinder unter 3 Jahren ist der Aufenthalt sowohl in privaten, als auch in öffentlichen Kindergärten entgeltlich.

Um für Ihr Kind in einem Kindergarten zu unterbringen, müssen Sie es zuerst am örtlichen MA10 “anmelden” und die “Kindernummer“ (wörtlich „die Nummer des Kindes“) erhalten. Dafür werden Unterlagen benötigt, nämlich ein ausgefülltes Formular und eine Kopie des Meldezettels (Anmeldung am Wohnsitz). Dieses Unterlagenpaket gesammelt, übergeben Sie es dem Mitarbeiter und erhalten im Gegenzug MA10 des МА10 und dagegen erhalten Sie ein Dokument mit derjenigen Nummer (Kindernummer). Österreich zeichnet sich durch die minimale Bürokratie aus, deshalb nimmt der gesamte Ablauf nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch.

 

Grundschule

Die Schule beginnt mit 6 Jahren und ist völlig kostenlos (inklusive Nutzung der Verkehrsmittel, Lehrbücher und Grundkosten). In Österreich gibt es auch Privatschulen, die Bildung in denen vom Staat nicht finanziert wird.

Die Grundschulen sind in drei Typen unterteilt:

Volksschule ist die Schule für „einfache Menschen“

Grundschule ist die allgemeinbindende Grundschule

Sonderschule ist die Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Pflege.

Das Lernen in der Schule erfolgt in zwei Stufen (bis zur 9. Klasse). Nach dem Abschluss der Grundschule erfolgt die Vorbereitung für Immatrikulation an eine Universität oder verschiedene Berufsvorbereitungskurse.

Ausbildungszeit: 4 Jahre
Aufnahmealter: 6 Jahre
Abschlusszeit: 10 Jahre

 

Oberschule

Das Lernen in der Oberschule in Österreich beginnt nach dem Abschluss der Grundschule. Es gibt einige Typen der Oberschulen:

Hauptschule ist die allgemeinbildende Schule

Allgemein bildende höhere Schulen sind Oberschulen mit akademischer Bildungsstufe.

Ihrerseits unterteilen sie akademische schule in:

Gymnasien sind allgemeinbindende Gymnasien

Realgymnasien sind Gymnasien mit Schwerpunkt auf den Unterricht wissenschaftlicher Lehrfächer

Wirtschaftskundliche Realgymnasien sind Gymnasien mit Schwerpunkt auf den Unterricht der Haushaltsführung.

Ausbildungsdauer:

Aufnahmealter: 10 Jahre
Abschlussalter: 14 Jahre
Ausbildungszeit: 4 Jahre

 

Allgemeinbildende höhere Schule

Ab 14 Jahren gehen die Oberschulabsolventen auf die allgemeinbildende höhere Schule, wo sie und ihr Studium bis zum Abitur fortsetzen. Während dieser Zeit werden berufliche Fertigkeiten, praktische und theoretische Kenntnisse vertieft, sowie erfolgt die Vorbereitung für die Universität. Nach dem Abschluss der allgemeinbildenden höheren Schule erhält der Absolvent ein Abiturzeugnis in Österreich.

Aufnahmealter: 14 Jahre
Abschlussalter: 18 Jahre
Ausbildungszeit: 4 Jahre

 

HOCHSCHULAUSBILDUNG

Das Hochschulbildungssystem in Österreich ist gemäß allen Anforderungen und Normen der Europäischen Union entwickelt und sieht eine Aufteilung in einige Ebenen vor.

Zuallererst hat man natürlich sich für eine bestimmte Fachrichtung zu entscheiden. Die Aufnahmeprüfungen als solche sind in Österreich sind nicht vorgesehen, außer schöpferischen, medizinischen und psychologischen Fachrichtungen. In regelmäßigen Zeitabständen können wirtschaftliche Fachrichtungen eine Aufnahmeprüfung durchführen. Aber bevor Sie diese kennen lernen, müssen Sie verstehen: was haben Sie denn für die Immatrikulation an eine Hochschule zu tun?

Nachdem Sie sich für eine Fachrichtung entschieden haben, wählen Sie eine Universität, die über eine Möglichkeit verfügt, dass Sie den gewählten Beruf erlernen. Diese Etappe sollten Sie äußert sorgfältig nehmen, weil jede Universität verschiedene Lehrmethoden und, was ebenso wichtig ist, ein unterschiedliches Lehrpersonal hat. Danach sollten Sie alle notwendigen Unterlagen vorbereiten:

Bachelor:

Zeugnis, mit der entsprechenden Beilage

Bescheinigung über die Immatrikulation an eine ukrainische Hochschule.

Magister:

Bachelor- oder Masterdiplom, auch mit der dazu gehörigen Beilage

Bescheinigung über die Immatrikulation an eine ukrainische Hochschule zum Masterstudium.

Das Bildungssystem in Österreich bietet die folgenden akademischen Stufen:

Bachelor (deutsch Bakkalaureus).  Das Bachelorstudium wird in 3-4 Studienjahre geteilt und hängt direkt vom von Ihnen gewählten Lehrplan ab. Nach dem Bestehen der staatlichen Attestierung, die in Form der Verteidigung der Bachelorarbeit und der Ablage von zwei Prüfungen, wird dem Studenten der Bachelorgrad verliehen, was die Berufstätigkeit anfangen lässt oder den Studium fortsetzen, indem man das Masterstudium einer beliebigen Hochschule der EU-Länder gewählt hat.

Um das Bachelorstudium aufzunehmen, wird benötigt:

in erster Linie eine abgeschlossene Oberschulbildung

Ausfüllung und Einreichung des Antragsbogens für das Studium an einer Hochschule zum bestimmten Zeitpunkt. Je nach dem Semester variieren auch die Fristen der Antragsstellung. Anträge für Wintersemester werden bis zum 20. August angenommen, und für das Sommersemester – einschließlich bis zum 10. Januar.

Nachgewiesene Kenntnisstufe der deutschen Sprache (mindestens B2).

Das Masterstudium oder Diplom–Ingenieur nehmen 2 bis 3 Jahre ein, je nach der von Ihnen gewählten Studienform und dem Lehrplan. Um die staatliche Attestierung zu bestehen, wird die Master-Arbeit und die Abgabe von zwei Staatsprüfungen benötigt.

Die Hauptvoraussetzung für die Immatrikulation ist der Bachelorgrad, die termingerechte Einreichung des Antrags, nämlich vom 1. Oktober bis zum 20. August, vom 1. März bis zum 10. Januar, das erfolgreiche Bestehen von Aufnahmeprüfungen und die von der Universität geforderte Sprachkenntnisstufe.

Die dritte und letzte Etappe des Hochschulbildungserwerbs ist der Doktorgrad (deutsch PhD, PostDoc), sie dauert 2 bis 5 Jahre und erfordert einen erheblichen Aufwand, wie:

das erfolgreiche Bestehen von Aufnahmeprüfungen mindestens in drei Fachrichtungen, einschließlich der Fremdsprachenprüfung.

Grundsätze der Diplomarbeit, die mit dem Doktorvater vorläufig besprochen sind.

Welche Unterlagen werden für die Aufnahme gefordert?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, weil jede Hochschule verschiedene Unterlagen anfordern kann.  Österreich ist ein bürokratisiertes Land und ein Wort oder eine Zahl in der Bescheinigung kann entscheidend sein. Eben deshalb, in jedem einzelnen Fall, aufgrund der Situation des Abiturienten, wendet sich die ASG an die Hochschule überprüft die Richtigkeit der Unterlagen.

Auf jeden Fall gibt es die Rahmenbedingungen für Studienbewerber:

Vorhandensein der Ober- oder Hochschulbildung

In den meisten Fällen wird eine Bescheinigung über die Ausbildungsmöglichkeiten in der gewählten Fachrichtung an der Hochschule in der Heimat benötigt. Die Form dieses Dokuments variiert je nach den Anforderungen der spezifischen Hochschule.

Für die Aufnahme in den Fakultäten mit Aufnahmeprüfungen werden angefordert:

Deutschkenntnisse (Stufe B2, in Einzelfällen С1), bei der Immatrikulation an die englischsprachigen Lehrprogramme – entsprechend Englischkenntnisse (in den meisten Fällen Stufe С1)

Die Fristen der Einreichung der Unterlagen an die Hochschulen Zeit ihrer Prüfung sind zu erwähnen.

Die Einreichung der Unterlagen erfolgt zweimal im Jahr:

Juni – Anfang September

Januar – Anfang Februar

Die Hochschule kann Unterlagen von 2 bis zu 12 Wochen prüfen, abhängig von der Größe der Hochschule und dem Abiturientenstrom.

Die Einladung von der Universität (Immatrikulationsurkunde) kann für einige Semester gültig sein, damit der Student für die Erhaltung eines Studentenvisums genug Zeit und für den Umzug nach Österreich haben könnte.

Da alle Immatrikulationsunterlagen legalisiert werden sollen, ist die Vorbereitung von Unterlagen vor 2 bis 3 Monate vor dem geplanten Zeitpunkt der Einreichung der Unterlagen anzufangen.

 

Was müssen Sie über das Studium in Österreich wissen?

Das Bildungssystem Österreichs entspricht dem Bologna Bildungssystem, als dessen wichtigsten Punkte Folgendes genannt werden kann:

Bildung eines einheitlichen Zertifizierungssystems und Einführung eine einheitlichen Vorlage der Diplombeilage, so dass die in Österreich erhaltene Ausbildung von allen Ländern, Teilnehmern der Bologna-Erklärung, anerkannt wird. Die einheitlichen Regeln erleichtern auch die Kommunikation zwischen den Hochschulen und den Studenten- und Lehrpersonalaustausch.

Zweistufiges Hochschulbildungssystem: Erste Stufe ist die Erwerbung des Bachelorgrades (das Lehrprogramm ist für 3 Jahre ausgelegt), die zweite Stufe ist die Erwerbung des Mastergrades (2 Jahre) oder des Doktorgrades (noch zwei Jahre nach der Erwerbung des Mastergrades).

Einführung eines einheitlichen Systems der Wertung: von Krediteinheiten der Aufwendigkeit der Fächer (ECTS – European Credit Transfer and Accumulation System). Das Bachelorprogramm besteht aus 180 ECTS, das Masterprogramm umfasst 120 ECTS. Ein Studienjahr entspricht 60 ECTS-Krediten, was ca. 1500 bis 1800 Unterrichtsstunden macht.

Das Lehrprogramm an österreichischen  Universitäten ist flexibel genug, an vielen Fakultäten entscheidet der Student selbst, wie intensiv er studieren wird. Der Student kann das für 6 Semester ausgelegt Programm für eine größere Anzahl von Semestern strecken.  Dennoch ist es wünschenswert, die Anzahl der Semester um mehr als 4 Semester nicht zu überschreiten.

In Österreich kann man an mehreren Universitäten und an mehrere Fakultäten in der gleichen Hochschule zugleich studieren.

In dieser Hinsicht zeichnen sich Fachhochschulen (Link) aus, die einen genauen Stundenplan anbieten, das Studium ist im Direkt- und Fernstudium möglich; private Hochschulen führen auch den Lernprozess in der Regel nach dem strikten täglichen Stundenplan.

Nach Wunsch können das Studium und die Arbeit leicht einfach kombiniere werden. Die Bachelor-Studierenden dürfen bis zu 10 Stunden pro Woche arbeiten, die Master-Studierenden dürfen bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Der Student hat das Recht auf ein Stipendium.  Neben Zuschüssen und Forschungsstipendien, das Recht auf die hauptsächlich Master-Studierende und Doktoranden haben, können die Studenten ein Stipendium für gute Studienleistungen bekommen.

Die Zahlung fürs Studium an staatlichen Hochschulen beträgt von 380 bis zu 780 Euro pro Semester, abhängig von der Hochschule und der Staatsangehörigkeit des Studenten.

Die durchschnittlichen Wohnkosten eines Studenten belaufen sich auf ca. 800-1000 Euro pro Monat, davon 250-400 Euro entfallen auf die Wohnungsmiete, 50 Euro – auf die Krankenversicherung, ca. 300 Euro – auf Lebensmittel, sonstige Kosten, einschließlich der Lehrstoffe und des Transports machen 300 Euro.